Handbuch für die
Technische Redaktion
Alles, was du für den täglichen Umgang mit Editor, Kanban-Board und Redaktionsplan brauchst – kompakt, direkt nachschlagbar.
Editor
Der Content Designer im Browser – kein lokaler Build notwendig
1 Kategorie wählen & Beitrag laden
Der Editor arbeitet mit JSON-Dateien pro Kategorie.
Jede Kategorie entspricht einer Datei im data/-Ordner —
z. B. agile.json, leadership.json, podcast.json.
- In der linken Leiste sind alle verfügbaren Kategorien und deren Beiträge
direkt aufgelistet. Klicke dort auf eine Kategorie
(
Agile,Leadership,Projektmanagement,Team,Podcast), um sie aufzuklappen. - Klicke auf den gewünschten Beitragstitel in der Liste — alle Meta- und Contentfelder im Editor werden sofort befüllt.
- Nutze das Suchfeld oben in der Leiste, um nach Titel, Slug oder Kategorie zu filtern. Bei vielen Einträgen ist das deutlich schneller als scrollen.
- Das Template-Dropdown oben im Editor erkennt den Typ automatisch
(
blog,page,landingpage,podcast,team). Nur beim Templateblogist der FAQ-Tab freigeschaltet.
Die Seitenleiste zeigt immer den aktuell geladenen Beitrag markiert an. Willst du schnell zwischen Artikeln wechseln, bleib in der Leiste — der Editor lädt den neuen Datensatz ohne Seitenwechsel.
2 HTML-Editor: Visuell & Code
Der Content-Bereich hat sechs Tabs. Die zwei wichtigsten für die Redaktion:
| Tab | Wofür | Wann nutzen |
|---|---|---|
| Visuell | WYSIWYG-Editor mit Toolbar (H2, H3, Fett, Kursiv, Listen, Links) | Standardarbeit: Text schreiben, strukturieren, Links setzen |
| HTML | Direkter Code-Editor (CodeMirror mit Syntax-Highlighting) | Feinarbeit, bestehende HTML-Blöcke einfügen, Fehler bereinigen |
| Preview | Gerenderte Vorschau des HTML-Inhalts | Letzte Sichtkontrolle vor dem Export |
| SEO | Google-Snippet-Vorschau + Zeichenzähler | Prüfen ob Titel und Beschreibung passen |
| FAQ | FAQ-Paare verwalten (nur Blog) | FAQ-Blöcke hinzufügen, bearbeiten, sortieren |
| Assets | Eingebundene Bilder im Überblick | Nach Drag & Drop prüfen, assets.json erstellen |
Toolbar-Befehle (Visuell-Tab):
Markiere Text und klicke H2/H3 für Überschriften, B/I/U für Formatierung,
„• Liste" oder „1. Liste" für Aufzählungen. „Link" fragt per Popup nach der URL.
„Clean" entfernt alle Inline-Formate — nützlich bei eingefügtem Text aus Word.
HTML-formatieren: Im HTML-Tab gibt es den Button „HTML formatieren" — er fügt korrektes Einrücken ein, ohne den Inhalt zu verändern. Nützlich nach manuellem Code-Einfügen.
Bilder per Drag & Drop: Bild direkt in die Dropzone oben ziehen.
Der Editor berechnet einen SHA-1-Hash und fügt einen <img src="/assets/HASH.ext">-Tag
ein. Das Bild muss anschließend über assets.json ins Build übergeben werden
(→ Tab Assets).
Visuell und HTML sind live synchronisiert. Änderungen in einem Tab werden sofort in den anderen übernommen. Arbeite nicht gleichzeitig in beiden.
3 SEO-Editor
Die SEO-Felder befinden sich im Meta-Bereich links oben, die Vorschau im SEO-Tab.
| Feld | Empfehlung | Hinweis |
|---|---|---|
title |
Interner Arbeitstitel, kann länger sein | Wird nicht direkt im <title>-Tag verwendet |
seo_title |
50–60 Zeichen — erscheint im Browser-Tab und Google | Zähler im SEO-Tab zeigt grün/gelb/rot |
meta_description |
140–160 Zeichen — der Teaser in der Suchergebnisliste | Wichtigstes Klick-Element nach dem Titel |
slug |
Pfad ohne Domain, z. B. /wissenshub/agile/scrum-basics/ |
Immer mit führendem und abschließendem / |
image_featured |
Vollständige URL oder lokaler /assets/HASH.jpg-Pfad |
Wird als OG-Image genutzt (Social Sharing) |
Der SEO-Tab zeigt Farb-Indikatoren: grün = optimaler Bereich, gelb = grenzwertig, rot = zu kurz oder zu lang. Ziel: beide Felder dauerhaft grün.
4 Linter
Der Linter ist im HTML-Tab sichtbar und läuft automatisch bei jeder Änderung im Code-Editor. Er meldet Probleme in drei Schweregrade:
Ungültige HTML-Struktur – z. B. nicht geschlossene Tags, verschachtelte Fehler. Muss vor dem Export behoben werden.
Potenzielle Probleme – z. B. <img> ohne alt-Attribut,
leere Absätze. Sollte behoben werden.
Keine Probleme gefunden. Bereit für Export.
Nach dem Einfügen von HTML aus externen Quellen (CMS-Kopien, Word-Export) immer
Linter prüfen. Häufigster Fehler: fehlende alt-Attribute bei Bildern und
doppelt geöffnete Block-Elemente.
5 FAQ bearbeiten & hinzufügen
Der FAQ-Tab ist nur beim Template blog aktiv.
FAQs werden als strukturiertes Array gespeichert — nicht als reiner HTML-Block —
damit Google sie als FAQ-Rich-Result erkennt.
- Neue Frage hinzufügen: Button „+ Frage hinzufügen" klicken. Ein neues Eingabepaar (Frage / Antwort) erscheint am Ende der Liste.
- Frage & Antwort in Klartext eingeben — kein HTML, keine Sonderzeichen. Der Editor generiert das HTML und JSON-LD automatisch.
- Reihenfolge ändern: Die ↑ / ↓ -Buttons neben jedem FAQ-Paar verschieben den Eintrag in der Liste. Die Reihenfolge im Export entspricht der Anzeigereihenfolge auf der Seite.
- Eintrag löschen: Rotes „✕"-Symbol neben dem Paar.
- Legacy-Import: Falls altes FAQ-HTML (mit
<h3>-Fragen und<p>-Antworten) vorhanden ist, in das „Legacy-HTML"-Textfeld einfügen und „Aus Legacy-HTML importieren" klicken. Der Parser extrahiert die Paare automatisch. - Optional: „FAQ-HTML in
content_faqgenerieren" schreibt den fertigen HTML-Block als Fallback – nützlich zur Kontrolle, nicht für den normalen Workflow.
Beim JSON-Export werden FAQs als faq: [{q, a}] gespeichert.
Der Build erzeugt daraus automatisch einen <script type="application/ld+json">-Block
mit FAQPage-Schema — keine manuelle Pflege nötig.
6 Artikel speichern & exportieren
Der Editor speichert nicht automatisch in eine Datei — alles läuft im Browser. Der Export-Workflow hat zwei Schritte:
- Alle Felder prüfen (Linter grün, SEO-Felder ausgefüllt, Preview kontrolliert).
- Button „JSON exportieren" klicken. Das Textfeld rechts füllt sich mit dem kompletten JSON-Array — der aktuelle Datensatz ersetzt den ursprünglichen Eintrag.
- Button „Copy" klicken, um die JSON-Daten in die Zwischenablage zu kopieren.
- Die Ziel-Datei (
agile.json,leadership.jsonetc.) im Projektordner öffnen, den vollständigen Inhalt ersetzen und speichern. - Build starten:
deno task build(odergenerate.batauf Windows) erzeugt die statischen HTML-Seiten aus den aktualisierten JSONs.
Beim Export wird immer der vollständige Array ausgegeben — nicht nur der aktive Datensatz. Beim Zurückschreiben in die JSON-Datei daher stets den gesamten Inhalt ersetzen, niemals nur einen Abschnitt herauskopieren.
Bilder, die per Drag & Drop eingefügt wurden, müssen separat übergeben werden.
Im Assets-Tab „assets.json erzeugen" klicken, kopieren und dem Entwickler übergeben —
oder direkt unter dist/assets/ ablegen, bevor der Build läuft.
7 Freigabeworkflow
Artikel durchlaufen vor Veröffentlichung einen definierten Prozess. Der Editor spiegelt den Status im Kanban-Board wider:
- Entwurf fertigstellen: Alle Pflichtfelder ausgefüllt, Linter grün, Kanban-Karte auf „In Arbeit" setzen.
- Review anfragen: Kanban-Karte in Spalte „Review" verschieben. Kommentar mit kurzer Zusammenfassung der Änderungen hinterlassen.
- Freigabe durch Redaktionsleitung: Nach Prüfung wird die Karte auf „Freigegeben" gesetzt. Erst dann darf der JSON-Export in die Produktions-Datei eingespielt werden.
- Veröffentlichung: Build ausführen, Deployment anstoßen, Kanban-Karte auf „Veröffentlicht" setzen und Datum im Kommentar notieren.
Kanban-Board
Übersicht über alle Content-Aufgaben und deren aktuellen Status
1 Statusworkflow
Das Board ist in fünf Spalten eingeteilt. Jede Karte darf sich immer nur in einer Spalte befinden. Vorwärtsbewegung ist der Normalfall — Rückbewegungen (z. B. von Review zurück auf In Arbeit) sind möglich und müssen im Kommentar begründet werden.
| Spalte | Bedeutung | Verantwortlich |
|---|---|---|
| Idee | Thema ist vorgeschlagen, noch kein Auftrag. Herkunft: Redaktionsplan, spontaner Einfall, SEO-Keyword. | Redaktionsleitung |
| In Arbeit | Artikel wird aktiv geschrieben oder überarbeitet. JSON-Datei ist geöffnet, Editor in Benutzung. | Zugewiesene Autorin / Autor |
| Review | Inhalt ist fertig, wartet auf Korrekturlesung und Freigabe. | Redaktionsleitung / Lektorat |
| Freigegeben | Freigabe erteilt. Bereit für JSON-Export und Build. | Redaktionsleitung |
| Veröffentlicht | Artikel ist live. Datum und URL im Kommentar vermerkt. | Technik / DevOps |
Karten nie ohne Kommentar über mehrere Spalten springen. Wer eine Karte bewegt, hinterlässt einen kurzen Kommentar mit Datum und Begründung — besonders bei Rückbewegungen.
2 Beschreibung & Kommentare
Jede Karte hat zwei Textbereiche:
Beschreibung — Das ist der Auftrag. Hier steht: Zielgruppe, Keyword-Fokus, Tonalität, gewünschte Länge, Besonderheiten (z. B. „FAQ ergänzen", „Bestehenden Artikel aktualisieren"). Die Beschreibung wird beim Anlegen der Karte von der Redaktionsleitung gefüllt und sollte danach nicht mehr verändert werden.
Kommentare — Das ist das Log. Jede Statusänderung, Rückfrage, Feedback-Runde oder Entscheidung wird als Kommentar dokumentiert. Format: [Datum] [Name]: Nachricht.
„2025-06-12 · Marie: Linter-Fehler behoben, img-alt ergänzt. Ready for Review."
Schlechte Kommentare: „ok", „fertig", „geändert" — immer mit Kontext!
Das Log ist das Gedächtnis des Teams, besonders wenn Artikel Monate später wieder
angepackt werden.
3 Felder & Metadaten
Jede Karte trägt folgende Standardfelder. Sie helfen beim Filtern und Priorisieren:
| Feld | Inhalt | Pflicht |
|---|---|---|
| Titel | Arbeitstitel des Artikels (darf vom späteren SEO-Titel abweichen) | ✅ |
| Kategorie | Agile / Leadership / Projektmanagement / Team / Podcast | ✅ |
| Zieldatum | Geplantes Veröffentlichungsdatum laut Redaktionsplan | ✅ |
| Zugewiesen an | Name der verantwortlichen Person | ✅ |
| Slug | Finaler URL-Pfad — wird beim Anlegen definiert, nicht mehr ändern | ✅ |
| Keyword | Primäres SEO-Keyword (ein Begriff, kein Satz) | empfohlen |
| Priorität | Hoch / Mittel / Niedrig — für die Sortierung innerhalb einer Spalte | empfohlen |
| Links | Direkt-Link zur Seite nach Veröffentlichung | nach Publish |
Der Slug wird einmal beim Anlegen der Karte festgelegt und danach nicht mehr verändert — auch nicht wenn der Titel sich ändert. Slug-Änderungen nach Veröffentlichung erfordern eine 301-Redirect-Konfiguration und müssen mit der Technik abgestimmt werden.
Redaktionsplan
Grobe Ausrichtung — kein Gesetz
1 Wie liest man den Redaktionsplan?
Der Redaktionsplan ist eine Übersichtstabelle mit geplanten Themen, Kategorien und Zeitrahmen. Er gibt der Redaktion Orientierung für die nächsten Wochen und Monate — nicht mehr und nicht weniger.
Typische Spalten im Plan:
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| KW / Monat | Angestrebter Veröffentlichungszeitraum (Kalenderwoche oder Monat) |
| Thema / Arbeitstitel | Vorläufiger Titel — kann sich bis zur Veröffentlichung ändern |
| Kategorie | Inhaltliche Zuordnung (Agile, Leadership usw.) |
| Format | Artikel, Podcast-Zusammenfassung, Checkliste, Gastbeitrag … |
| Status | Grober Stand — Details laufen über das Kanban-Board |
| Anmerkung | Kontext, Ideen, Quellen, Bezug zu Kampagnen oder Produkten |
Plane immer von links nach rechts: Was ist diese Woche fällig? Was kommt nächste Woche? Alles dahinter ist Ausrichtung, keine Verpflichtung. Der verbindliche Auftrag entsteht erst, wenn eine Kanban-Karte angelegt und einer Person zugewiesen wurde.
2 Reichweite & Grenzen des Plans
Der Redaktionsplan ist bewusst grob gehalten. Er gibt strategische Impulse und verhindert blinde Flecken in der Themenabdeckung — er ist kein Sprint-Backlog und kein Vertrag.
Themen können sich verschieben. Aktuelle Ereignisse, Kundenanfragen oder neue Produkte können Themen vorrücken lassen oder verdrängen. Das ist normal und gewollt — Agilität gilt auch für die Redaktion.
Termine im Plan sind Richtwerte. Verbindliche Deadlines werden ausschließlich im Kanban-Board als Zieldatum gepflegt. Ein Datum im Redaktionsplan ohne Kanban-Karte hat keine Verbindlichkeit.
Was der Plan leistet:
- Sicherstellung einer ausgewogenen Kategorienmischung über Wochen und Monate.
- Frühzeitige Abstimmung zwischen Redaktion, Produktteam und Vertrieb (z. B. Artikel passend zu einer Kampagne).
- Vorplanung von aufwändigen Formaten (Podcasts, Gastartikel, Webinare), die Vorlaufzeit brauchen.
- Gemeinsames Verständnis für Themenfelder, die EID HUB in der nächsten Zeit aktiv bespielen will.
Was der Plan nicht leistet: Detailplanung, Zuweisung von Aufgaben, Tracking von Einzelfortschritten — dafür gibt es das Kanban-Board. Nie den Redaktionsplan als Ersatz für eine Kanban-Karte behandeln.
Redaktionsplan = „Was wollen wir insgesamt erzählen?"
Kanban-Board = „Wer macht was bis wann – und wo stehen wir gerade?"